Sentire Pasolini – Pasolini hören

Eine lyrische Performance

Ensemble „No Shortcuts“

Sentire Pasolini widmet sich der Lyrik Pier Paolo Pasolinis aus einer sinnlich-hörenden Perspektive. Im Mittelpunkt steht nicht die Interpretation, sondern das Wahrnehmen, Empfinden, Mitschwingen – sentire im italienischen Sinn.

Texte, Musik, Klangaufnahmen und Theaterszene treten in einen offenen Dialog. Sieben ausgewählte Gedichte Pasolinis bilden das Zentrum der Performance. Um sie herum entfaltet sich ein vielschichtiges Geflecht aus Sprache, Klang und Bewegung: Fragmente aus Bachs Musikalischem Opfer, elektronischen Transformationen, Schlagzeugpassagen und Originalaufnahmen aus Pasolinis Heimatort Casarsa (Stimmen, Bar, Markt, Natur, Kinder, Pasolinis Grab).

Die Bühne ist reduziert – Brunnen, Müllberg, Torso – Spielorte, an denen Sprache, Klang und szenische Aktion zusammenfinden.
Sentire Pasolini sucht kein Porträt und keine Erklärung, sondern sinnliches Erleben. Die Performance überträgt Pasolinis existentielle und politische Spannungen – zwischen Schönheit und Gewalt, Glauben und Zweifel, Körper und Sprache – in eine heutige Form des Hörens.

Bühne: Ingeborg Waldherr
Musik: Andreas Fervers (www.andreasfervers.de)